Neue Gelegeschutzzäune für seltene Küstenvögel in Oehe-Schleimünde
Die Halbinsel und Stiftungsland Oehe-Schleimünde zählt zu den wertvollsten Brutgebieten für Küstenvögel an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Die ausgedehnten Strandwall- und Dünenbereiche sind Lebensraum für gefährdete Arten wie Zwergseeschwalbe, Sandregenpfeifer, Austernfischer und Rotschenkel. Um diese empfindlichen Bodenbrüter während der Brutzeit besser vor Prädation zu schützen, wurden nun zwei mobile Gelegeschutzzäune errichtet.
Schutz für Brutgebiete seltener Arten
Die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat die Maßnahme gemeinsam mit dem Verein Jordsand e.V. und der Integrierten Station Geltinger Birk umgesetzt. Auf einer Fläche von insgesamt über 3 Hektar wurden zwei Bereiche mit rund 600 bzw. 1.000 Metern Elektrozaun gesichert. Die Zäune stehen ausschließlich während der Brutzeit und werden nach Abschluss des Brutgeschehens im Sommer wieder abgebaut.
Viele Küstenvögel legen ihre Eier in flachen Bodenmulden ab und sind damit besonders anfällig für nächtliche Beutegreifer wie Fuchs oder Marderhund. Die Gelegeschutzzäune verringern dieses Risiko deutlich. Für die stark bedrohte Zwergseeschwalbe wurde ein Teilbereich zusätzlich mit einem doppelten Zaunsystem versehen, um einen besonders hohen Schutzstandard zu gewährleisten.
Wissenschaftliche Begleitung
Der Effekt der Maßnahme wird durch ein ornithologisches Monitoring überprüft. Dabei wird der Schlupferfolg innerhalb und außerhalb der eingezäunten Flächen verglichen. So lässt sich fundiert beurteilen, wie wirksam die Zäune im jeweiligen sind und ob weitergehende Anpassungen notwendig werden.
